Referenz
MADSEN BIOENERGY I/S
950 kW-Biomasseanlage für kombiniertes Feuern mit Stroh und Holzspäne sowie Abgaswärmeübertrager und Reserve-Gaskessel
Madsen Bioenergys Biogasanlage erzeugt bedeutende Mengen Biogas aus Quellen wie tiefem Lagerstreu, Korn, Grassilage, Stroh und Dung (etwa 170.000 Tonnen im Jahr), das von Bauernhöfen in einem Radius von 10 Kilometern geliefert wird.
Mit ihrem auf grüne Technologie ausgerichteten Fokus sind sie bestrebt, Biogas/Methan in Erdgasqualität umzuwandeln.
Es besteht kein Zweifel, dass alle Biogasanlagen grüne Technologien sind, und daher entschied sich Madsen Bioenergy für die neue Verbrennungsanlage für Stroh und Holzspäne mit einem Erdgaskessel als Reserve zur Zusammenarbeit mit Linka Energy.
Linka Energy verfügt über jahrelange Erfahrung und Know-how in der Lieferung von Prozesswärme, und in diesem Fall haben wir eng mit einem auf die Handhabung von Biogas spezialisierten Partner zusammengearbeitet. Das unreine Gas wird über ein System zum Abscheiden von Absorptionsmitteln zu sauberem Gas aufbereitet, bevor es in das Erdgasnetz eingespeist wird.
Die Aufwertung der Biomasseanlage und die anschließende Installation eines Abgaswärmeübertrager tragen im Verein mit dem Gaskessel zur Verdrängung von CO2-Emissionen bei. Das bedeutet, dass Madsen Bioenergy der Atmosphäre kein neues CO2 zuführt, aber in Zusammenarbeit mit Linka wurde ein als solcher bezeichnete Kreislauf eingerichtet.
Die Anlage
Die nagelneue Biomasseanlage, ein 950 kW-Modell des Typs LINKA H 1000 mit einem Heißwasserkessel und einem Global-1-Gaskessel, der über Linkas patentierte Verbrennungstechnologie verfügt, gewährleistet die maximale Ausnutzung des Brennstoffs.
Ursprünglich stand das primäre Feuern mit Stroh im Fokus, aber später wurde die Lagerung von Holzspänen ergänzt, so dass das Feuern mit Holzspäne möglich wurde. Dementsprechend wurde die Biomasseanlage als Mehrfach-Brennstoff-Verbrennungsanlage ausgewiesen, da sie für das kombinierte Feuern mit Stroh und Holzspäne ausgelegt ist.
Das Kesselsystem ist in einem Gebäude neben dem Strohlager und den Fermentierungsbehältern von Madsen Bioenergy installiert.
Wenn Stroh verwendet wird, wird es auf das Strohband geladen und zu Linkas Strohverladeeinheit, Modell GIGA100, befördert, wo zwei Schredder walzen das Stroh aufwärts ziehen. Die Stroh-Förderschnecke führt dann das Stroh durch die Zellschleuse, führt es der Förderschnecke der Beschickungsanlage zu und von dort in den Kessel.
Wenn Holzspäne verwendet wird, wird sie in das Holzspäne Lager geladen, von wo aus der Biomasse direkt mit hydraulischem Entlader, Schürfern und Dosier-Förderschnecken zur Zellschleuse befördert und dann über die Förderschnecke der Beschickungsanlage in die Brennkammer gegeben wird.
In der Brennkammer des Kessels befindet sich ein bewegliches Gitter zur Minimierung der Schlackeansammlung, und Linkas eigenes, weltweit patentiertes Gleichströmungs-Verbrennungssystem trägt dazu bei, dass erhitzte Verbrennungsluft zugeführt wird, die für einen Umlauf der Abgase sowie die maximale Ausnutzung des Strohs sorgt.
Die Rußbläser des Kessels zwingen Luft durch die Rauchrohre des Kessels und reinigen sie effektiv von Asche, was heißt, dass die Rauchrohre des Kessels selten eine manuelle Reinigung erfordern.
Darüber hinaus ist zum Reinigen des Abgases ein Abgaszyklon installiert, der Staubemissionen erheblich reduziert, bevor sie durch den 20 Meter hohen Stahlschornstein freigesetzt werden. Die Asche wird schließlich zu einem 2,5 m³ großen Aschebehälter befördert.
Es ist ein automatisches Ascheentsorgungssystem installiert, in dem Förderschnecken die Asche aus dem Kessel zu einem Aschebehälter befördern.
Der Gaskessel ist ein LINKA Global-H „1“, in einer senkrechten Version, vorgesehen zum Feuern mit Gas. Er ist mit einem Dunphy-Biogasbrenner, Modell TG 35 ZM RT, ausgestattet, vollständig modulierend mit Flammenüberwachung, Steuersystem und Gasrampe.
Der Kessel ist zudem mit einem Abgassystem, Rauch- und Rohrinstallationen sowie einem separaten, an der Wand montierten Schornstein verbunden.
Der Gaskessel wird in erster Linie als Reserve für den Stroh- und Holzspänekessel verwendet, hauptsächlich bei betrieblichen Ausfallzeiten für die Wartung oder ähnliche Gründe.
Das gesamte System wird über ein PLC-Steuersystem geregelt, das die Einrichtung überwacht, für eine kontrollierte Regelung der Brennstoffzufuhr und einen auf maximale Effizienz ausgelegten Betrieb sorgt.
Das PLC-System zeigt per Internet und SMS-Alarme an, falls Abweichungen von den voreingestellten Punkten auftreten, und es ist außerdem möglich, die Einrichtung über Smartphones, Tablets und/oder PCs zu überwachen.
Economizer (Abgaswärmeüberträger)
2020 installierte Madsen Bioenergy zusätzliche einen Economizer (Abgaswärmeüberträger) mit speziellem Verbundstahl in beiden Abgasleitungen. Aufgrund der Temperaturbedingungen im Abgas der Biomasseanlage war es möglich, zusätzliche 100 kW aus dieser Konstellation zu erzielen.
Im Wesentlichen fungiert ein Economizer (Abgaswärmeüberträger) als eine Art Abgaskühler, befördert Energie aus dem heißen Abgas zu einem kühleren Medium – in diesem Fall Wasser – das dann zum Vorheizen oder Heizen verwendet werden kann. Dieses steigert die Gesamteffizienz des Systems, indem mehr Energie aus derselben Brennstoffmenge gewonnen wird.
Ein Beispiel und eine Voraussetzung dafür ist, dass die Abgastemperatur um rund 120 °C von 245 °C auf 125 °C reduziert werden kann, was zu einer geschätzten Einsparung von 30 kg Stroh je erzeugtem MW führt.
Wenn beispielsweise 8.000 MWh/Jahr erzeugt werden, würde dies einer jährlichen Einsparung von 237 Tonnen Stroh entsprechen.
Der Economizer (Abgaswärmeüberträger) ist unmittelbar hinter dem Kessel und vor dem Abgaszyklon in das Abgassystem integriert.
Spezifikationen















